| Über uns |
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Unter dem Dach Eulenspiegel Verlagsgruppe haben sich im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Verlagen, zumeist mit linken oder gar DDR-Wurzeln, zusammengefunden, die ein breites Spektrum in Belletristik und Sachbuch bieten und nicht nur im Osten Deutschlands stark auf dem Buchmarkt vertreten sind. Der Eulenspiegel Verlag und die Verlage Neues Leben und Das Neue Berlin haben sich nach 1990 zusammengeschlossen. Es waren die Verlage, in denen zu DDR-Zeiten besonders spannende, besonders lustige, besonders unterhaltsame Bücher erschienen sind – stets beliebt bei den Lesern, viel gesucht und hoch gehandelt im Leseland. Die Geschichte dieser Verlage reicht zurück in die unmittelbare Nachkriegszeit.
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Das Neue Berlin
Am 28. August 1946 erteilte die Sowjetische Militäradministration die Lizenz »Nr. 91« für die Verlagsgesellschaft Das Neue Berlin. Zuerst erschienen Berlinliteratur, besonders Romane, darunter Werkausgaben von Theodor Fontane und Georg Hermann. Später dann wurde Das Neue Berlin mit Kriminal- und Science-fiction-Literatur zu einem der auflagenstärksten Publikumsverlage der DDR. Als Schwesterverlag von »Eulenspiegel« teilte er dessen Nachwendeschicksal und wurde 1993 neu gegründet. Heute bilden Biographien und politische Sachbücher neue Schwerpunkte des Verlagsprogramms, und besonders die kriminalgeschichtliche Sachbuchliteratur wurde ausgebaut. Außerdem ist Berlin ein fester Programmbestandteil, und eine kleine Belletristik-Sparte kümmert sich um in Vergessenheit geratene Literatur des frühen 20. Jahrhunderts.
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Eulenspiegel Verlag
Der Eulenspiegel Verlag ist acht Jahre jünger. In der Gründungsurkunde vom 1. Juli 1954 wurde »die Herausgabe zeitgenössischer humoristisch-satirischer Literatur des In- und Auslandes sowie des kulturellen Erbes auf diesem Gebiete« als Verlagsprofil bestimmt. Mit diesen Worten wurde einer der buntschillerndsten Verlage in der DDR auf den Weg geschickt. Als bis heute bekanntester und beliebtester Verlag der Gruppe gab er ihr auch den Namen, mit dem sich besonders im Osten Deutschlands viele Erinnerungen verbinden, nicht zuletzt durch das 1954-1971 im Verlag erschienene und ihm auch danach fest verbundene Satiremagazin Eulenspiegel.
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Nach der Wende übernahm eine Mitarbeiter-GmbH die beiden Verlage, die 1993 Konkurs anmelden mußte. Fortgeführt wurden die Verlage durch eine neue, von Dr. Matthias Oehme und Jacqueline Kühne gegründete Verlagsgesellschaft.
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Neues Leben
Der Verlag Neues Leben, gegründet ebenfalls 1946, war einer der größten DDR-Belletristik-Verlage; sein Programm neuer und klassischer Titel richtete sich, ebenso wie die Sachbuchreihen, vornehmlich an eine jugendliches Publikum. In der Nachwendezeit mußte er eine lange Phase des Niedergangs erleben, bevor er 2004 in die Eulenspiegel Verlagsgruppe eingegliedert wurde. Unter deren Dach setzt Neues Leben auf programmatische Kontinuität; der Verlag bleibt die Adresse für Klassiker der internationalen Abenteuer- und Jugendbuchliteratur in sehr guter Qualität sowie für aktuelle politisch-historische Sachbücher mit aufklärerischem Ansatz.
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Personalien
- Dr. Matthias Oehme, geb. 1954, Literaturwissenschaftler und Verleger; Studium der Germanistik in Leipzig, Promotion 1984 mit einer Untersuchung zu Dramaturgie und Dramentheorie beim späten Schiller. Übernahm 1993 zusammen mit Jacqueline Kühne den Verlag Das Neue Berlin und den Eulenspiegel Verlag, beide Verlage wurden durch eine neugegründete Gesellschaft fortgeführt. Ist gelegentlich auch herausgeberisch tätig (Herder, Schiller, Brecht, Hacks).
- Jacqueline Kühne, geb. 1964, Geschäftsführerin; arbeitete bis 1990 beim Verlag Neues Leben, zuletzt als Redaktionsassistentin der Literaturzeitschrift "Temperamente"; übernahm 1993 gemeinsam mit Matthias Oehme den Verlag Das Neue Berlin und den Eulenspiegel Verlag, beide Verlage wurden durch eine neugegründete Verlagsgesellschaft fortgeführt. Sie ist Geschäftsführerin und leitet die Abteilungen Vertrieb/Marketing und Rechte/Lizenzen.
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