Ruth Werner
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eigentlich Ursula Kuczynski (1907–2000), wurde in einer jüdischen Familie in Berlin geboren, ihr Vater war der prominente Wirtschaftswissenschaftler Robert René Kuczynski. 1924–26 Ausbildung zur Buchhändlerin, später Mitarbeiterin einer Leihbibliothek. 1927/28 Mitarbeiterin im Ullstein-Verlag, wurde dort entlassen wegen KPD-Mitgliedschaft. 1930 ging sie mit ihrem Ehemann, einem Architekten, nach Shanghai und lernte dort Richard Sorge kennen, der sie für den militärischen Nachrichtendienst rekrutierte. Es folgen nachrichtendienstliche Einsätze in der Mandschurei, Peking, Polen und  der Schweiz, in der sie als Funkerin arbeitet und für Sandor Radó Kontakte zum Agentennetz der »Roten Kapelle« unterhält.
1940 erhält sie die britische Staatsbürgerschaft und lebt in England. 1943 arbeitet sie als Kurier für den Physiker Klaus Fuchs und übermittelt das britisch-amerikanische Atomgeheimnis an die Sowjets.
1950 beendet sie als Oberst der Roten Armee nach zwanzig Jahren die Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst.
Ruth Werner hat mittlerweile drei Kinder und ist mit einem Engländer verheiratet, als sie nach Ost-Berlin zurückkehrt und dort eine zweite Karriere als Schriftstellerin startet. Sie schreibt bestverkaufte Biographien sowie Kinderbücher, aber erst im Jahr 1977, aufgrund Ihrer Veröffentlichung »Sonjas Rapport«, wird ihre vormalige Tätigkeit als Geheimagentin öffentlich.
Sie stirbt im Jahr 2000 in Berlin.


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